69 Results in the "Hypothermie" category
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Chapter
Schock 6.4
Die kahlen grauen Wände des Rings waren deprimierend. In der Zitadelle durchbrachen wenigstens vereinzelte Werbetafeln oder gestrichene Wohnungsfassaden die Monotonie. Die einzige Farbe, die wir hier ab und zu zu sehen bekamen, war die des getrockneten Blutes all jener, die sich zur falschen Zeit am falschen Ort aufgehalten hatten. Einige Datenkabel waren in den Wänden verlegt, so konnte Cass etwa auf Überwachungskameras im Ring zugreifen. Alles, was sie an der Oberfläche verlegt hatten, war schon…-
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Chapter
Schock 6.3
Es war nicht nur ein Tunnel, der den Ring mit dem Hauptkomplex verband. Es mussten Dutzende sein. Wahrscheinlich waren sie über den ganzen Ring verteilt. Wir hatten beschlossen, dem verwahrlosten Kerl zu folgen, damit wir eingreifen konnten, falls er auf einen unserer Freunde traf. Dabei waren wir an einigen Räumen vorbeigekommen, die dem ähnelten, in dem ich angekommen war. Keiner enthielt Anzeichen dafür, dass dort kürzlich ein Gefangener angekommen war oder ein Kampf stattgefunden hatte.…-
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Schock 6.2
Dieses wunderbare Gefühl in der Magengrube, das ich beim Start in der Achterbahn immer so geliebt hatte, ließ mich diesmal aufschrecken und ich riss die Augen auf. Ich wurde beschleunigt! Ich lag auf dem Rücken und Dunkelheit umgab mich. Ich streckte den Arm nach oben aus und meine Finger berührten etwas Kaltes. Ich ließ sie daran entlang wandern. Das Material ließ sich leicht eindrücken, leistete aber mehr Widerstand, als ich fester zudrückte. Ich lag auf dem Rücken und zumindest oberhalb…-
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Chapter
Schock 6.1
Der nächste Tag kam, ohne dass ich ein Auge zumachen konnte. Es zeigte sich, dass meine Unruhe berechtigt war. Meine beiden Wächter, die ich schon gestern so richtig ins Herz geschlossen hatte, führten mich durch Gänge und Aufzüge, wieder zum Platz der Ratsherrschaft, der fast genauso gut gefüllt war, wie bei Thulius Rede. Mir wurde flau im Magen. Auf den großen Medienpanels lief ein Bericht über Thulius Tod. Die Szene, die sich vor dem Tor in die Außenwelt abgespielt hatte, kommentiert von…-
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Schock 6.0
Die Läufe des Roboters glühten und die letzte Wand, die uns vom Torraum trennte, schmolz zu grünem Schleim zusammen. "Aus dem Weg!", brüllte der Captain, drückte mich beiseite und warf sich durch die Öffnung. Er schoss, die Siks schossen, dann schoss ich eben auch. Auf Annadora, die Thulius gegenüber stand und beide brachen zusammen. "Thulius!", rief der Captain, dann entdeckte er zwei Siks, die abseits standen. "Ihr Idioten, wie konntet ihr das zulassen?" So hatte ich mir das nicht…-
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Zwischenspiel 5
Das Gebrüll der Rekruten ging ihm gewaltig auf die Nerven. Sie versuchten, etwas Ordnung in die Evakuierung des Ratsbereichs zu bringen, und die Betonung lag auf versuchen. Aber das war ein Abbild der allgemein schlechten Organisation des Sicherheitskorps an sich. Es wurde von fetten Offizieren aus der Oberwelt geleitet und rekrutierte seinen Nachschub fast ausschließlich aus den Reihen verwöhnter Bengel derselben Schicht. Eigentlich stand es jedem Bürger aus jedem Teil der Zitadelle frei, dem…-
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Beben 5.6
Torochew und Henrik, die letzten Überlebenden des ehemaligen Trupp 13, sahen mitgenommen aus. Henrik umklammerte sein Gewehr mit festem Griff und seine Handknöchel traten bleich hervor. Torochew wischte sich immer wieder den Schweiß von der Stirn und rieb sich anschließend die Hände an seiner Uniform trocken. Ich sah sicher nicht besser aus, besonders nach der Tortur, die ich unter Captain Lover durchleiden musste. Aber ich hatte den entscheidenden Vorteil, dass ich das unter dem Schutz meines Anzuges…-
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Chapter
Beben 5.5
Der Captain fackelte nicht lange. Mit einem ohrenbetäubenden Knall beförderte er den Angreifer zurück in die Nebelbank, aus der er gekommen war. Er war mit einem klobigen Totschläger von einer Pistole bewaffnet, gegen die meine wie ein Kinderspielzeug aussah. Die Waffe passte zu ihm. Und nein, ich war kein bisschen neidisch. Als niemand sonst aus dem Nebel auftauchte, ging er in die Knie. Dort lag einer seiner Kollegen. Seine Uniform war zerrissen, löchrig und weitere Details wollte ich mir…-
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Beben 5.4
Ich sah inzwischen nicht mehr hin, was von meinem kleinen Finger noch übrig war. Und ich hatte aufgehört, zu zählen, wie oft ich in Ohnmacht gefallen war. Er hatte mich jedes Mal wieder zurückgeholt, um mich weiter zu quälen. Jetzt legte er sein Werkzeug ab, setzte sich wieder auf den Stuhl und legte seine Hände auf die Oberschenkel. Meine Augen waren verquollen, mein Körper schmerzte und ich hing schlaff an der Befestigung des Tisches. Mein Fingerstumpf pochte und in der Luft lag der Gestank…-
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Beben 5.3
Die Schritte der beiden Siks, die mich energisch abführten, hallten rhythmisch durch den Gang. Der Rest ihrer Kollegen war auf dem Platz geblieben, um die Evakuierung der Bürger zu unterstützen. Vielleicht drückten sie sich auch einfach nur davor, erklären zu müssen, warum nicht sie es gewesen waren, die den Attentäter aufgehalten hatten. Mit meinen Fingerspitzen berührte ich die elektrischen Handfesseln. Es wäre sicher möglich, sie abzuschütteln. Sollte ich? Meinen Chip konnte ich…-
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Beben 5.2
Wie sollten wir an ihn herankommen, wenn ihn so ein großes Gefolge begleitete? Jeder seiner Begleiter erhöhte die Chance, dass wir als Eindringlinge erkannt und sofort rausgeworfen wurden. Klar, Sergej konnte sie alle verhauen, damit wir uns anschließend ihren Boss zur Brust nehmen konnten, aber das war wohl kaum, was wir wollten. Ich blickte Moritz an, der bleich geworden war und genauso ratlos aussah, wie ich mich fühlte. Vielleicht erkannte das Ratsmitglied in ihm ja wirklich seinen Bruder, doch…-
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Beben 5.1
Als wir uns der Aufzugsgruppe näherten, wirkten wir wie die Gelassenheit in Person. Zu zwei Dritteln wenigstens. Sergej hatte ein Talent entwickelt, den harten Kerl raushängen zu lassen, und da er kein Problem damit hatte, wenn das alles in einer blutigen Konfrontation endete, ganz im Gegenteil, nahm ich ihm seine Ruhe auch vollkommen ab. Moritz wirkte ein klein wenig aufgeregt, doch wenn man so ein Großereignis besuchte, war sicher jeder Junge ein wenig aufgeregt. Es war eine positive,…-
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Beben 5.0
Es klopfte an meine Tür und ich saß aufrecht im Bett. Mit einem Auge lugte ich auf die Zeitanzeige, die in einem matten Braunton auf dem Medienpanel angezeigt wurde. 7:43. Noch keine Zeit, um regulär geweckt zu werden. Man hatte mir noch nicht einmal drei Stunden Schlaf gegönnt. Dennoch klappte ich die weiße Synthetikdecke über meinem Körper weg und schwang die Beine aus dem Bett. Was blieb mir auch übrig? "Ich bin wach!", rief ich in Richtung der Tür und angelte dabei nach meiner Hose, die…-
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Zwischenspiel 4b
Numbaka Godwin starrte das Glas vor sich an, in dem in vollem Rot ein Wein der Ebene U189 darauf wartete, von ihm gekostet zu werden. Den hatte ein Richter der Oberwelt bestellt und aus irgendeinem Grund, mit dem Numbaka nicht das Geringste zu tun hatte, war er nie bei ihm angekommen. Damals war man bei der Überwachung der Chips und der langhaltigen Speicherung der Positionsdaten noch nicht so gründlich gewesen und so war er mit dem Raub davongekommen. Den Wein hatte er für einen besonderen Moment…-
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Zwischenspiel 4a
Ein künstlicher, lauer Wind wehte über den Platz der Ratsherrschaft und strich durch die Wipfel der Ahornbäume, die entlang der Zugangswege wuchsen. Die untergehende, simulierte Sonne tauchte die Statuen der Erbauer in blutrotes Licht. Sie sollten von der Ära des Fortschritts und Wohlstands vor dem Einzug in die Zitadelle zeugen. In diesem Licht betrachtet, ließen sie jedoch nur Unheil erahnen. Einzelne Ratsbedienstete hasteten über den Platz und warfen lange Schatten und die letzten Bürger der…-
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Stoß 4.4
Weder Klara noch ich waren bewaffnet. Wir flohen lieber, wenn wir auf Widerstand stießen, anstatt zu kämpfen. Solange wir nicht bewaffnet waren, schoss auch kein Sik auf uns. Hatte zumindest Numbaka behauptet und wir hofften, dass er jetzt, wo diese Aussage auf dem Prüfstand stehen würde, recht behielt. Es sah beinahe so aus, als hätte unsere Aktion mit der EMP-Bombe sie zu einem Großeinsatz auf den betroffenen Etagen bewegt. Wie unerwartet. Jetzt, da ich mich an den Gedanken der Gefahr…-
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Stoß 4.3
Ich sah mir die erste Schublade an, die in fetten Lettern die Beschriftung 983G trug. Ich ließ die Finger darüber gleiten. Kalt und rau standen sie hervor. Die ganze Schubladenfront musste per Synth hergestellt worden sein. Darunter und etwas kleiner waren Name, Geschlecht und Beschäftigung aufgetragen. Daneben das Datum des Todes und ein Flammensymbol. Monica DeVries, weiblich, Textildesignerin. Natürlich synthetische Textilien. Und sie war für die Verbrennung vorgesehen. Das würde wohl zu Problemen…-
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Stoß 4.2
Ebene U4. Das war das erste Mal, dass uns eine Mission so nah an die Oberfläche führte. Denn genau dort mussten wir in dieser Nacht hinauf. Unser momentanes Zuhause lag auf Ebene U102, fast in der Mitte der offiziellen 201 Ebenen der Unterwelt. Darunter und daneben gab es noch Stollen und Schächte, die eigentlich unbewohnt waren und deswegen nicht mitzählten. Und eigentlich wollte auch niemand so genau wissen, was dort in Wirklichkeit trotzdem hauste. Das Licht meiner Stirnlampe wanderte zitternd…-
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Zwischenspiel 3c
Die roten Lichter des Scanners zitterten über die Wand des Kanals. Erbarmungslos versuchten sie, das Ziel zu fassen, das die Suchdrohne bis hierhin verfolgt hatte. Nun musste sie einen Moment ausharren, bis einer der Sensoren den nächsten Hinweis gab, wohin es geflohen war. Dort! Der Akustiksensor nahm ein Geräusch wahr und die Drohne schwang herum. Sie erfasste das Ziel und unter den Laserstrahlen zeichnete sich ein dreidimensionaler, zitternder Körper ab. Das Ergebnis war vielversprechend, meinte…-
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Chapter
Zwischenspiel 3b
Donnernd fuhr seine Hand auf den weißen Metallschreibtisch herab und die Reaktion der Gegenstände darauf war in etwa dieselbe, wie die seines Untergebenen. Sie sprangen schreckhaft auf. "Es ist unverzeihlich, was sich einige Subjekte unserer Gesellschaft erlauben!", herrschte er den jungen Beamten an, der vor ihm stand. "Und unbegreiflich, wie ihr es einfach nicht schafft, der Sache Herr zu werden!" Seit Monaten schon hatten sie mit diesem Ärgernis zu kämpfen. Überfälle auf Komponentenlager und…-
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